Evang.-Luth. Kirchengemeinde Elsen

Seniorennachmittag am 10.09.2015

Am 10. September war es endlich wieder soweit: die evangelische Kirchengemeinde Elsen hatte einmal mehr zu einem ökumenischen Seniorennachmittag geladen, der sich in diesem Jahr einreihte in die zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 50 Jahre Erlöserkirche Elsen. Und einmal mehr platzte das Gemeindehaus aus allen Nähten.

Schnell wurden noch Stühle und Kaffeegedecke herbeigeschafft, um allen Erwartungsfrohen  Platz und Verpflegung zu bieten. Nun konnte es endlich losgehen. Irene Glaschick begrüßte die Anwesenden, eine kurze Andacht, die das Lob Gottes in den Mittelpunkt stellte, eröffnete das Programm und das Lied „Lobe den Herrn, meine Seele“ konnte nach kurzem Einüben sogar im Kanon gesungen werden. Nach diesem Erfolgserlebnis waren die Anwesenden bestens eingestimmt auf das, was da noch kommen sollte.

Zunächst labten sich erst einmal alle an Kaffee und Kuchen, die letzten Neuigkeiten wurden ausgetauscht und bereits neugierig die Zettel neben den Kuchentellern in Augenschein genommen, auf denen viele Buchstaben ohne erkennbaren Sinn aneinander gereiht waren. Doch schnell kam man der Sache auf den Grund, stand doch der Nachmittag unter dem Motto  „Es war einmal…Märchen und Evergreens“. So ergaben sich waagerecht, senkrecht und diagonal entweder Märchentitel oder aber Begriffe, die allesamt in Märchen zu finden sind: Rapunzel, Rumpelstilzchen, Pechmarie, …, um nur einige Beispiele zu nennen.

Nachdem das Kaffeegeschirr abgeräumt war, eröffnete das TRIO TANZTEE das Unterhaltungsprogramm mit einer Abfolge von Liebesliedern, denn welches Thema wurde früher und wird noch heute wohl mehr besungen?!  Dass Liebeskummer sich nicht lohnt, der Bossanova sowieso Schuld an allem war und die Liebe ein seltsames Spiel ist, bestätigte das Publikum durch kräftiges Mitsingen.

Das TRIO TANZTEE

Spannend wurde es, als die Märchenerzählerin Marianne Vier die Bühne betrat und das erste Märchen für Erwachsene zu Gehör brachte. Wir lauschten der Geschichte über ein heiratswilliges schönes Mädchen, das die Wahl hatte zwischen einem jungen reichen Burschen und einem armen Bauern. Es wollte denjenigen zum Manne nehmen, der ihm das schönste Geschenk machte. Der arme Bauer hatte schon resigniert, konnte er doch mit der wertvollen Kette, die der reiche Jüngling präsentierte, nicht mithalten. Und so stieg er in seinem Kummer in einen Baum und schnitt alle Blätter der Krone in die Form von Herzen. Als das die junge Dame sah, na, wen wählte sie da wohl aus…? Und so erfuhren wir, warum die Linden heute herzförmige Blätter tragen.

Das TRIO TANZTEE wagte es nun, einige englischsprachige Titel zum Besten zu geben: Que sera, Ring of Fire und Can`t You See (Muss i denn…), im Original gesungen von Doris Day, Johnny Cash und Elvis Presley, fanden nicht weniger Anklang als die deutschen Titel.

Märchenerzählerin Marianne Vier

Das nächste Märchen stellte die angebliche Klugheit der Männer der List der Frauen gegenüber, erzählt in einer Begebenheit aus dem Orient. Und dreimal dürfen Sie raten, wer am Ende die Nase vorn hatte….

Musikalisch ging es weiter mit Evergreens wie Lilli Marleen, oder: Ich brech` die Herzen der stolzesten Frau`n…, allesamt Lieder, die dem Publikum wohlbekannt waren und sicher manchen in Erinnerung schwelgen ließ.

Die letzte Geschichte, von Frau Vier kurz und kernig in plattdeutscher Mundart vorgetragen, ließ uns schmunzeln über Susanne, die in der Brakeler Annenkapelle zur heiligen Anna betet mit dem Anliegen, ihr doch bald einen Mann zu schicken. Aus dem Hintergrund hört sie die vermeintliche Stimme des Jesuskindes: “Krichste nich, krichste nich!“, worauf sie unwirsch antwortet: “Holt du din Muul un lot ma de hillije Anna kür`n!“

Den Schlusspunkt der Darbietungen setzte Irene Glaschick mit der erfrischenden Darbietung eines Gedichtes von Robert T. Odeman, der sich dem Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ in ganz eigener Weise nähert – zum Nachlesen empfohlen!

Nun stand noch  die Auflösung der Rätselaufgabe aus, von allen schon mit Spannung erwartet. Die Buchstaben auf den Zetteln offenbarten weit mehr als zwanzig Märchenbegriffe, was allerdings nur Wenige erkannt hatten, gleichwohl der Ehrgeiz groß gewesen war!

Und so ging wieder einmal ein liebevoll vorbereiteter Seniorennachmittag zu Ende, hoffentlich nicht der letzte dieser Art! Allen Beteiligten sei herzlich gedankt!

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