Evang.-Luth. Kirchengemeinde Elsen

Das Requiem von Gabriel Fauré als Passionsmeditation

In der Passions- oder Fastenzeit gedenken Christen des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz. Auf vielfältige Art und Weise hat man in der Geschichte des Christentums Bemühungen angestellt, sich in diesen Wochen vor Ostern der Bedeutung des Kreuzestodes des Jesus von Nazareth bewusst zu werden, sei es durch vermehrtes Innehalten in dieser besonderen Zeit des Kirchenjahres, sei es persönlichen Verzicht und Fasten, sei es aber auch in der Beschäftigung mit Musik, die das Thema Tod und Sterben aufgreift.
Der Chor unserer Erlöserkirche wird am Samstag, den 6. April 2019  das Requiem von Gabriel Fauré zur Aufführung bringen. Während in vielen Requien­vertonungen die Schilderung der Höllenqualen nach dem Leben auf dieser Erde klar im Vordergrund stehen, hat der Franzose Fauré in seinem Werk eine völlig andere Tonsprache angeschlagen. Seine Musik wirkt in weiten Teilen tröstlich-beruhigend und will davon erzählen, dass der Tod aus christlicher Sicht nicht das endgültige Aus darstellt. In leuchtender Hoffnung beschreibt seine Komposition gerade gegen Ende, dass es eine Hoffnung auf eine Auferstehung gibt.
Faurés berührende Musik wird ergänzt durch aktuell-meditative Texte, die helfen sollen, die Themen Sterben, Tod und Auferstehung in das Bewusstsein des heutigen Menschen zu rücken. Bezüge des gewaltsamen Kreuzestodes und aktueller Unmenschlichkeiten sollen durch persönliche Berichte von Leid und Unter­drückung, etwa auf dem südamerikanischen Kontinent oder durch die Tragik der Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer, deutlich werden. Abgerundet wird das Programm durch Kompositionen Faurés, die er speziell für die wichtigen Tage der Karwoche, also der Woche vor Ostern, geschaffen hat.
Der Chor wird begleitet von Mitgliedern des Paderborner Sinfonieorchesters, die Soloparts werden Florian Franke (Bass) und Julia Valero (Sopran) übernehmen. Matthias Schulze wird als Hausorganist passende Orgelwerke der französischen Spätromantik hinzufügen, die Gesamtleitung liegt bei Thomas Schulze-Athens.

Samstag, 6. April um 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei, am Ende des Konzerts wird um eine Spende gebeten.