Evang.-Luth. Kirchengemeinde Elsen

"Kommt, alles ist bereit!"

... lässt der Gastgeber im Gleichnis vom Festmahl (Lk 14,15-24) den eingeladenen Gästen ausrichten – doch keiner kommt. So werden andere eingeladen: die Armen, die Blinden, die Lahmen und die, die an den Wegen und Zäunen stehen. Von eben diesen nicht Eingeladenen in ihrem Land berichten Frauen aus Slowenien in der Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2019.
Das Titelbild zu diesem Weltgebetstag wurde von Rezka Arnuš, einer nahezu blinden Künstlerin, gestaltet. Im oberen Bereich finden wir Frauen in ihren nationalen Trachten. Die Mitte nimmt ein runder Tisch mit einem bestickten Tischtuch ein. Alles, was zu einem traditionellen Fest in Slowenien gehört, liegt darauf: Weintrauben, Potica (ein Festtagsgebäck), Nelken. Die warmen Farben der Menschen am Rand des Tisches, die die Ausgegrenzten symbolisieren, drücken die Freude über die herzliche Einladung aus.
Mit Slowenien ist es seit vielen Jahren wieder ein europäisches Land, dessen Bewohnerinnen ihre Probleme in unser Bewusstsein rücken wollen. Slowenien hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens ist das Land mit seiner Hauptstadt Ljubljana seit 1991 eine Demokratie und gilt heute als das wohlhabendste Land des ehemaligen sozialistischen Staats. 2004 wurde Slowenien Mitglied der EU, trat der Nato bei und seit 2007 ist der Euro die Währung des Landes. Slowenien grenzt an Österreich, Ungarn, Italien und Kroatien. Wirtschaftlich profitiert das Land von einer intakten Infrastruktur sowie einem gut ausgebauten Straßen- und Schienennetz. Industriezweige sind vor allem die Autoindustrie und der Tourismus.
Die Bevölkerung Sloweniens ist mit über 58 % christlich geprägt. Bemerkenswert ist, dass das Reformationsfest Feiertag ist, obwohl die Zahl der Protestanten deutlich geringer ist als die
der Katholiken. Slowenien verdankt der Reformation seine Schriftsprache und sogar die erste Erwähnung des Begriffes „Slowenen“.
Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung und vieler positiver Fakten im Alltagsleben gibt es große Probleme im Land, unter denen besonders die Frauen zu leiden haben. Das sind Erfahrungen als Flüchtlinge oder Gastarbeiter, Zeiten der Arbeitslosigkeit, Alkoholmissbrauch und Gewalt in den Familien oder die Diskriminierung als Angehörige von Minderheiten. So schildern es uns die Frauen
aus dem Vorbereitungskomitee für den Weltgebetstag.
Wir wollen uns mit ihnen solidarisieren und ihnen durch unser gemeinsames Gebet und unsere Spenden helfen im

Gottesdienst am 1. März 2019 um 18.30 Uhr

in unserer Erlöserkirche. Anschließend treffen wir uns zum gemütlichen Beisammensein bei landestypischen Speisen im Gemeindehaus.