Evang.-Luth. Kirchengemeinde Elsen

Hear the Angels sing ...

So war das Konzert überschrieben, zu dem die Harfenistin Jenny Meyer sowie die Sopranistinnen Meike Leluschko und Pia Viola Buchert am 28. Dezember eingeladen hatten. Viele Zuhörer waren dieser Einladung gefolgt und erlebten einen Abend mit überwiegend weihnachtlicher Musik. Bekanntes war zu hören, das zum Mitsummen verführte, Märchenhaftes, Kompositionen von „Klassikern“ wie Bach, Händel, Reger und Humperdinck  sowie Musik von selten gehörten Komponisten, die in Elsen sicher noch nie oder selten aufgeführt worden ist. Die Musikerinnen führten uns durch fünf Jahrhundete und durch ganz Europa mit ihren Darbietungen.

Eröffnet wurde der Abend mit John Rutters titelgebendem Werk „Hear the angels sing“, mit dem unser Chor die Christvesper am Heiligen Abend auch eingeleitet hatte. Der Klang war natürlich ein ganz anderer: hier ein Chor mit Klavierbegleitung, dort zwei Sängerinnen und Harfe. Bewundernswert, wie leicht den beiden Sopranistinnen die Pianostellen in der Höhe gelangen, mit denen der Chorsopran sich sehr mühen musste!Die Besetzung der einzelnen Stücke wechselte zwischen Harfe solo sowie Sopran oder Mezzosopran mit Harfenbegleitung. Einige Kompositionen spielten und sangen auch alle drei Musikerinnen gemeinsam. Zahlreiche Werke waren für Harfe und Singstimme arrangiert, Henry Boscos „Noels de Lourmarin“ ist ein Originalwerk für Harfe und Gesang und spiegelt die Lebensfreude und die Bewunderung für das Jesuskind wider. Obwohl die Aussprache der Sängerinnen sehr deutlich und gut artikuliert war, haben sicher nicht viele Zuhörer dem französischen Text ganz folgen können, aber im „Noel de l’âne“ von Bernard Andrès  haben das „Iah“ des Esels  alle verstanden, wie das Lachen des Publikums verriet. Der Komponist Bernard Andrès ist selber Harfenist und unterrichtet auch Harfe. „Weihnachtliches Musizieren heißt in kalten Kirchen frieren“. Dieser Reim bewahrheitete sich im Konzert am 28. Dezember nicht. Unsere Kirche lässt sich gut heizen und vor allem wärmte die Musik die Herzen. Dankbarer und begeisterter Applaus bewies das, der noch mit einer Zugabe belohnt wurde – „Stille Nacht“ in Deutsch, Englisch und Französisch.Zu Herzen ging auch das Schlusswort von Jenny Meyer. Das Konzert war als Dank für die Möglichkeit gedacht, dass die Musikerinnen in unserer Kirche ihre neue CD aufnehmen durften – übrigens im Sommer, als es richtig heiß war und Gedanken an Weihnachten bestimmt nicht aufkommen wollten. Die Spenden, die nach dem Konzert zusammengelegt wurden, gingen als greifbares Dankeschön an unsere Kirchengemeinde.Jenny Meyer gab einen kurzen Rückblick auf ihre Zusammenarbeit mit unserer Kirchengemeinde. Seit 2009 hat sie hat schon mehrere CDs bei uns aufnehmen dürfen und so hat sie schon drei Pfarrer/innen bei uns erlebt. Als die junge Harfenistin damals bei Pfarrer Pensky anfragte, hatte er sofort zugestimmt, war er doch ein großer Freund von Harfenmusik. Eine anrührende Geste war es, dass Jenny Meyer sich jetzt bei Frau Pensky mit ihrer neuen CD und einem Blumenstrauß bedankte.

Gerburg Barkow