Evang.-Luth. Kirchengemeinde Elsen

„Guten Morgen, liebe Sorgen, …

... seid ihr auch schon alle da? Habt Ihr auch so gut geschlafen? Na, dann ist ja alles klar." 

Vielleicht kennen manche von Ihnen noch diesen Refrain eines Liedes von Jürgen von der Lippe. Aber ganz sicher können fast alle von uns in diese Worte einstimmen.
Denn Sorgen machen sich viele:                      
Um die Kinder - da wachsen die Sorgen sprichwörtlich mit den Kindern. Um die Gesundheit - die eigene und die von Menschen, die einem wichtig sind. Um die finanzielle Lage im Kleinen wie im Großen - auf dem Hintergrund der europäischen Krise. Um die Beziehung oder den Arbeitsplatz. Und dann sind da noch die vielen kleinen Sorgen des Alltags, die einem manchmal den Schlaf rauben. Es gibt vieles, was mir zusetzt, wenn ich daran denke, was vor mir liegt, was ich zu tun habe, was mir alles passieren könnte. Dann habe nicht ich die Sorgen, sondern die Sorgen haben mich fest im Griff.         
Jesus sagt in der Bergpredigt:     
„Sorgt euch nicht ängstlich um euer Leben. Gott, Vater und Mutter für euch im Himmel, weiß ja, dass ihr dies alles braucht." (Matthäus 6,25 -34)
Das ist leichter gesagt als getan.
Denn wie kann es mir gelingen, soviel Vertrauen in Gott z:u setzen, dass ich mir keine Sorgen mehr mache?        
Die Sorgen aus unserem Leben zu verbannen, das wird uns wohl kaum gelingen. Aber die Sorge um jemanden oder etwas hat auch mit der Sorge für jemanden oder etwas zu tun. Und für jemanden oder etwas Sorge zu tragen, ist durchaus berechtigt.         
Wir können den Sorgen, die sich daraus ergeben, jedoch einen anderen Stellenwert zumessen, so dass sie uns nicht um den Schlaf bringen. Dies kann uns gelingen, wenn wir auf das achten und schauen, wofür wir Gott in unserem Leben danken können.         
Ende September feiern wir Erntedankfest. Dabei geht es um mehr, als nur Dank zu sagen für die Ernte. Es geht darum zu sehen, was Gott für mich in meinem Leben alles getan hat: Wo er mir Kraft gegeben hat, wo er mich bewahrt hat, wo ich Hilfe durch ihn erfahren habe. Wenn wir darauf achten und Gott dafür danken, dann wächst unser Vertrauen in ihn. Er weiß, was wir für unser Leben brauchen. Aus diesem Vertrauen entsteht ein Stück Gelassenheit, weil wir wissen: Gott sorgt für uns, wir müssen unser Leben nicht von den Sorgen bestimmen lassen.       
Auf Gott zu vertrauen bedeutet nicht, weniger Sorgen zu haben. Als Christen ist es unsere Aufgabe, für viele und vieles Sorge zu tragen. Aber es bedeutet, dass es leichter wird, weil wir von unseren Sorgen an Gott abgeben dürfen. Danke dafür!

 

Es grüßt Sie herzlich

E. Hansmann, Pfarrerin

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